Sie haben bereits einen Wohnsitz in der Schweiz und den Aufenthaltstitel B oder Sie planen, in die Schweizerische Eidgenossenschaft einzuwandern? Dann sollten Sie sich über die Quellensteuer in der Schweiz informieren. Sie wird von allen erhoben, die weder die Schweizer Staatsbürgerschaft noch einen Ausweis C haben, aber im Land arbeiten. Für Arbeitnehmer mit Ausweis B gilt ausserdem: Befindet sich ihr Wohnsitz in der Schweiz in einem anderen Kanton als ihre Arbeitsstelle, fällt die Quellensteuer nicht am Arbeitsort sondern am Wohnort an. In welchen Kantonen aber ist die Quellensteuer am niedrigsten und wo ist sie am höchsten? Hier sind die Antworten. Wie die Quellensteuer funktioniert und welche Sätze 2026 in allen 26 Kantonen gelten, zeigt unsere Seite Quellensteuer Schweiz 2026. Wer in Deutschland wohnt und in der Schweiz arbeitet, zahlt dagegen höchstens 4,5 Prozent, mehr dazu unter Doppelbesteuerung Grenzgänger.
Einmal im Jahr ist es soweit: Dann bestimmt jeder Kanton über die Quellensteuertarife für die kommenden 12 Monate. Dabei kommt es immer wieder dazu, dass die Höhe der Quellensteuer kantonal sehr unterschiedlich festgelegt wird. Selbst Kantone in direkter Nachbarschaft erheben oft Quellensteuersätze, die erheblich voneinander abweichen. Da können eine paar Kilometer über etliche Tausend Franken mehr oder weniger Nettoeinkommen im Jahr entscheiden.
Wir haben das beispielhaft für eine ledige, kinderlose sowie nicht kirchensteuerpflichtige Person durchgerechnet, mit den Quellensteuertarifen 2026 (Tarif A0N). Angelegt haben wir dabei einmal ein monatliches brutto von 5'000 CHF und einmal von 8'000 CHF. In diesen Kantonen müssen Sie je nach Einkommen am wenigsten und in diesen am meisten Quellensteuer bezahlen, und so sieht es in den grossen Städten aus.
Schauen wir uns zunächst die Kantone mit der geringsten Quellensteuerbelastung an. Unabhängig davon, ob Sie in unserem Beispiel im Monat 5'000 CHF oder 8'000 CHF brutto verdienen, gelten 2026 bei einem Wohnort in den Kantonen Zug oder Schwyz die niedrigsten Quellensteuertarife. Beide liegen in der Zentralschweiz. Bei einem Monatseinkommen von 5'000 CHF fallen in Zug 113.50 CHF Quellensteuer an (2,27 Prozent), im Kanton Schwyz 181.00 CHF (3,62 Prozent). Bei 8'000 CHF sind es 340.00 CHF beziehungsweise 460.80 CHF.
Im direkten Vergleich der beiden Kantone bringt ein Wohnort in Zug rund 68 CHF beziehungsweise 121 CHF mehr netto im Monat. Das ist bei 12 Gehältern pro Jahr ein Vorteil von gut 800 CHF respektive knapp 1'450 CHF.
Grösser wird der Abstand, wenn sich der Vergleich auf die grossen Städte bezieht. Der Kanton Zürich hat einen einheitlichen Tarif, für die Stadt Zürich und für Winterthur gilt also derselbe Satz: 276.00 CHF bei 5'000 CHF brutto und 692.80 CHF bei 8'000 CHF. Damit liegt Zürich 2026 auf Rang drei der günstigsten Kantone. Gegenüber Zug beträgt der Unterschied im Jahr trotzdem 1'950 CHF oder gut 4'200 CHF.
Im Nachbarkanton Luzern beträgt die Quellensteuer in unseren Beispielen 405.00 CHF und 881.60 CHF. Mit einem Wohnsitz im Kanton Zug kann die Ersparnis daher jährlich rund 3'500 CHF oder 6'500 CHF betragen.
St. Gallen (426.00 CHF, 972.00 CHF), Basel-Stadt (432.50 CHF, 1'044.80 CHF) und Bern (519.50 CHF, 1'116.00 CHF) liegen deutlich höher. Gegenüber Bern spart ein Wohnsitz in Zug bei einem Bruttolohn von monatlich 5'000 CHF im Jahr bis zu 4'872 CHF und bei 8'000 CHF sogar bis zu 9'312 CHF.
Lausanne im Kanton Waadt liegt mit einer Quellensteuer von 408.50 CHF und 1'076.80 CHF zwischen Luzern und Bern. Genf, die zweitgrösste Stadt der Schweiz, liegt 2026 mit 381.00 CHF bei 5'000 CHF im Mittelfeld und mit 1'035.20 CHF bei 8'000 CHF im oberen Mittelfeld.
Am meisten Quellensteuer verlangt 2026 der Kanton Neuenburg (Neuchâtel) in der Romandie: 552.50 CHF bei 5'000 CHF und 1'234.40 CHF bei 8'000 CHF Monatslohn. Knapp dahinter folgt der Kanton Jura mit 548.00 CHF und 1'220.00 CHF; er führt nur Tarife mit Kirchensteueranteil. Danach kommen Freiburg (522.50 CHF, 1'164.00 CHF) sowie Solothurn und Bern. Im benachbarten Basel-Landschaft sind es bei 5'000 CHF brutto nur 370.00 CHF.
Sie wissen jetzt, wo es mit Sicht auf die Quellensteuer am attraktivsten ist, in der Schweiz zu wohnen, und wo die höchsten Tarife gelten. Auch die grössten Städte haben wir vorgestellt. Natürlich kann die zu erwartende Steuerlast nicht das Hauptargument für eine Wohnortentscheidung sein. Auch können eventuelle Steuervorteile durch möglicherweise höhere Lebenshaltungskosten in den betreffenden Kantonen aufgezehrt werden. Dennoch kann sich im Einzelfall ein Vergleich lohnen.
Hier können Sie Ihre persönliche Quellensteuer für alle Kantone in der Schweiz direkt ausrechnen.
2026 zieht der Arbeitgeber einer ledigen Person ohne Kinder bei 5'000 Franken Monatslohn je nach Kanton zwischen 113.50 Franken (Zug, 2,27 Prozent) und 552.50 Franken (Neuenburg, 11,05 Prozent) Quellensteuer ab. Bei 8'000 Franken sind es 340.00 bis 1'234.40 Franken. Der Tarif ist progressiv und hängt von Kanton, Zivilstand, Kinderzahl und Konfession ab. Grenzgänger aus Deutschland zahlen höchstens 4,5 Prozent.
Die Quellensteuer ist die Einkommenssteuer, die der Arbeitgeber 2026 direkt vom Lohn abzieht und an den Kanton überweist, bei 5'000 Franken Monatslohn je nach Kanton 2,27 bis 11,05 Prozent. Eine Steuerrechnung erhalten Sie dann nicht. Sie gilt für ausländische Arbeitnehmende ohne Niederlassungsbewilligung C, die in der Schweiz wohnen, und für Grenzgänger. Der Tarif fasst Bundes-, Kantons- und Gemeindesteuer in einem Prozentsatz zusammen. Ab 120'000 Franken Bruttojahreslohn folgt zwingend eine nachträgliche ordentliche Veranlagung.
Bei 5'000 Franken brutto bleiben 2026 nach allen Abzügen in Zug rund 4'262 Franken, in Neuenburg 3'823 Franken; allein der Kanton macht also bis zu 440 Franken im Monat aus. Der Quellensteuertarif enthält Pauschalen für Berufskosten, Versicherungsprämien und Sozialabzüge. Wer höhere Abzüge hat, etwa Einzahlungen in die Säule 3a, beantragt bis zum 31. März des Folgejahres die nachträgliche ordentliche Veranlagung. Liegen die Abzüge unter der Pauschale, ist auch eine Nachzahlung möglich.
Am niedrigsten ist die Quellensteuer 2026 im Kanton Zug: 2,27 Prozent bei 5'000 Franken und 4,25 Prozent bei 8'000 Franken Monatslohn, für eine ledige Person ohne Kinder und ohne Kirchensteuer. Danach folgen Schwyz mit 3,62 und 5,76 Prozent und Zürich mit 5,52 und 8,66 Prozent. Am höchsten liegt Neuenburg mit 11,05 und 15,43 Prozent. Massgeblich ist für Aufenthalter der Wohnkanton, nicht der Arbeitsort.
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