Krankenversicherung für Grenzgänger Schweiz 2027

Die Krankenversicherung für Grenzgänger kostet Erwachsene 2027 in der Schweizer Grundversicherung 243.70 bis 1'165.70 CHF im Monat, in der deutschen GKV meist rund 1'226 EUR (Stand 2026). Sie wählen einmal, innerhalb von drei Monaten ab Arbeitsbeginn.

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Krankenversicherung für Grenzgänger:
Die 3 Varianten

Es scheint auf den ersten Blick eine nötige Kleinigkeit zu sein, um die man sich als Grenzgänger kümmern muss. Und doch kann die Wahl der falschen Krankenversicherung schwerwiegende finanzielle Folgen haben, die bis ins hohe Alter zu spüren sind. Es ist wichtig, langfristig zu denken und allfällige anstehende familiäre Veränderungen bei der Wahl der Krankenversicherung zu berücksichtigen. Grundsätzlich stehen Ihnen die folgenden Krankenversicherungs-Varianten zur Verfügung:

  • Grundversicherung in der Schweiz (KVG)
  • Gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland (GKV)
  • Private Krankenversicherung in Deutschland (PKV)


Nach Stellenantritt in der Schweiz haben Sie drei Monate Zeit, sich für eine der Varianten zu entscheiden. Wer den Ausweis G noch beantragen muss, findet Ablauf, Unterlagen und Kosten je Kanton in unserem Ratgeber Grenzgängerbewilligung G. Sollten Sie sich gegen die Schweizer Versicherung entscheiden, müssen Sie sich mithilfe eines entsprechenden Formulars von der Versicherungspflicht befreien lassen. Sollten Sie dieses Formular nicht ausfüllen und abgeben, werden Sie automatisch in der Schweiz versichert.

Um die für Sie passende Variante zu finden, sollten Sie einige Punkte berücksichtigen und abwägen:

Private Krankenversicherung in Deutschland (PKV)

Die PKV in Deutschland gibt Ihnen viele Freiheiten. Sie können die Leistungen ganz nach Ihren Wünschen zusammenstellen. Insbesondere wenn Sie auf bestimmte Heilmethoden Wert legen, kann die PKV eine sehr gute Wahl sein. Je jünger und gesünder Sie sind, umso weniger bezahlen Sie, denn Vorerkrankungen können einen Risikozuschlag zur Folge haben.

Wenn Sie für einen gewissen Zeitraum keine Leistungen beziehen, können Sie sich zudem auf eine Beitragsrückerstattung freuen. Sollte allerdings die Kinderplanung noch anstehen, könnte diese Versicherungsvariante teuer zu stehen kommen.

Private Krankenversicherung für Grenzgänger: wann sie sich lohnt. Die PKV kostete Erwachsene 2024 im Schnitt 559 Euro im Monat, die Schweizer Grundversicherung für Grenzgänger kostet 2027 ab 243.70 CHF und die GKV bis rund 1'226 Euro (Stand 2026). Rechnen kann sich die PKV für junge, gesunde Grenzgänger ohne mitversicherte Familie, die Einbettzimmer und Chefarzt wollen. Für Familien wird sie teuer, weil jede Person einen eigenen Vertrag braucht, und wer die Schweizer Versicherung einmal abwählt, kann später nicht mehr zu ihr wechseln. Alle drei Varianten im Vergleich zeigt die Kostentabelle.

Schweizer Krankenversicherung (KVG)

Viele Grenzgänger entscheiden sich für die Schweizer Versicherung. In den meisten Fällen überwiegen die Vorteile und auch finanziell ist diese Variante interessant. Unabhängig für welchen Krankenversicherungsanbieter Sie sich in der Schweiz entscheiden, die Leistungen sind gesetzlich geregelt und überall die gleichen. Über das EU/EFTA-System und dem dazugehörigen E106-Formular für Grenzgänger sind auch Sachleistungen an Ihrem Wohnort über eine gesetzliche deutsche Versicherung gedeckt. Sie können also weiterhin Ihren vertrauten Arzt aufsuchen. Eine Zusatzversicherung über die Schweizer Versicherung ist aus Kostengründen nicht empfehlenswert, aber möglich.

Bedenken Sie, dass Sie keine Möglichkeit haben, sich in Zukunft über die Schweiz zu versichern, sollten Sie sich einmal gegen die Schweizer Versicherung entschieden haben. Die Schweiz ist da streng und sieht keine Ausnahmen vor. Insbesondere wenn die Kinderplanung noch ansteht, könnte der Verzicht auf die Schweizer Versicherung ein Fehler sein.

Gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland (GKV)

Die gesetzliche Krankenversicherung basiert auf dem Solidaritäts- und auf dem Sachleistungsprinzip. Jeder Versicherte erhält die gleiche Leistung.

Zu bedenken ist unbedingt, dass der Beitrag einkommensabhängig ist. Viele Deutsche entscheiden sich zudem für die GKV aus Angst, im Rentenalter nicht mehr aufgenommen zu werden. Denn die GKV hat das Recht, Aufnahmeanfragen abzulehnen. Als in Deutschland lebender Rentner bliebe dann nur noch die private Krankenversicherung, die viel teurer ist.

Fazit:

  • Jedes Krankenversicherungsmodell hat seine Vor- und Nachteile, welche sich nach Ihren persönlichen Bedürfnissen richten.
  • Für die meisten Grenzgänger ist das Schweizer Krankenversicherungssystem am attraktivsten.
  • Wir empfehlen in jedem Fall eine persönliche Grenzgänger-Beratung!

Die Krankenversicherungs-Varianten im Vergleich

Die Schweizer Krankenversicherung ist eine gute Wahl, wenn Sie: Die GKV ist eine gute Wahl, wenn Sie: Die PKV ist eine gute Wahl, wenn Sie:
Eine starke Versicherung möchten, die sich flexibel mit einer günstigen deutschen Zusatzversicherung kombinieren lässt. Nicht außerordentlich viel verdienen (Beitrag ist einkommensabhängig). Keine Familie haben und auch nicht planen (Familienangehörige sind nicht mitversichert).
Familie haben oder planen (günstige Familienversicherung). Familie haben oder planen (kostenlose Mitversicherung von Familienangehörigen). Auch problemlos Leistungen in der Schweiz beziehen möchten.
Einkommensunabhängige Beiträge bezahlen möchten. Im Alter weiterhin gut und günstig versichert sein möchten. Beruflich sehr eingespannt sind und keine Zeit haben, an Ihren Wohnort zu fahren, um sich dort behandeln zu lassen.
Keinen Wert darauf legen, in der Schweiz behandelt werden zu können. Wert auf Einbettzimmer legen.
Gesund sind (höherer Beitrag bei Vorerkrankungen).
Von der gesetzlichen Pflegeversicherung profitieren möchten.

Was kostet die Krankenversicherung für Grenzgänger 2027?

Monatsbeitrag für einen Erwachsenen, der in Deutschland wohnt und in der Schweiz angestellt ist.

Variante Monatsbeitrag Erwachsener Wovon er abhängt Familienangehörige
Schweizer Grundversicherung (KVG) 243.70 bis 1'165.70 CHF, im Mittel der 13 Versicherer rund 510 CHF (ohne Unfalldeckung) Versicherer und Altersgruppe, nicht das Einkommen. Bei Behandlung in der Schweiz kommen die feste Franchise von 300 CHF im Jahr und 10 % Selbstbehalt bis 700 CHF dazu. Nicht mitversichert: Jede Person zahlt eine eigene Prämie. Kinder kosten 63.10 bis 326.70 CHF, junge Erwachsene von 19 bis 25 Jahren 175.50 bis 816.10 CHF.
Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bis 1'226 EUR, kinderlos bis 1'261 EUR (Kranken- und Pflegeversicherung, Stand 2026) Einkommen: 14,6 % plus Zusatzbeitrag der Kasse (2026 im Schnitt 2,9 %) plus 3,6 % Pflege, kinderlos 4,2 %, auf höchstens 5'812.50 EUR im Monat. Der Schweizer Arbeitgeber zahlt keinen Anteil, Sie tragen den ganzen Beitrag. Ehepartner und Kinder ohne eigenes Einkommen sind beitragsfrei mitversichert.
Private Krankenversicherung (PKV) im Durchschnitt 559 EUR (Erwachsene ohne Beihilfe, 2024) Eintrittsalter, Gesundheitszustand und gewählte Leistungen, nicht das Einkommen. Vorerkrankungen können einen Risikozuschlag kosten. Nicht mitversichert: Jede Person braucht einen eigenen Vertrag mit eigenem Beitrag.

Quellen, Stand September 2026: Schweizer Prämien 2027 aus den Prämiendaten des Bundesamts für Gesundheit für Versicherte in EU/EFTA-Staaten, Wohnland Deutschland, Prämien ohne Unfalldeckung; der Mittelwert ist ungewichtet über die 13 Versicherer gerechnet. Franchise und Selbstbehalt nach Art. 103 KVV. GKV-Sätze: Bundesministerium für Gesundheit, Beitragsbemessungsgrenze nach der Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2026; der Höchstbeitrag gilt ab 5'812.50 EUR Monatseinkommen. PKV: Verband der Privaten Krankenversicherung, Durchschnitt 2024. Die GKV-Werte gelten für 2026; die Rechengrössen für 2027 legt die Bundesregierung im Herbst fest.

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Häufige Fragen zur
Grenzgänger-Krankenversicherung

Alle wichtigen Fragen und Antworten zur Krankenversicherung
für Grenzgänger aus Deutschland finden Sie hier.

Ledig oder ohne mitversicherte Angehörige: Meist die Schweizer Grundversicherung. Sie kostet 2027 für Erwachsene mit Wohnsitz in Deutschland ab 243.70 CHF im Monat, während die GKV bei einem Schweizer Lohn in der Regel den Höchstbeitrag verlangt, 2026 rund 1'261 EUR für Kinderlose.

Familie mit nicht erwerbstätigem Partner und Kindern: Hier lohnt sich das Nachrechnen, denn in der Schweiz zahlt jede Person eine eigene Prämie. Zwei Erwachsene und zwei Kinder kosten dort beim günstigsten Versicherer 630.20 CHF, im Mittel der 13 Versicherer rund 1'315 CHF im Monat, in der GKV sind Partner und Kinder dagegen beitragsfrei mitversichert und der Beitrag bleibt bei höchstens rund 1'212 EUR (Stand 2026).

Partner arbeitet in Deutschland: Dann müssen Ehepartner und Kinder in Deutschland versichert sein. Für Sie selbst bleibt der Vergleich zwischen Schweizer Grundversicherung ab 243.70 CHF und GKV bis rund 1'226 EUR (Stand 2026).

Jung, gesund und mit hohen Ansprüchen an Leistungen: Dann kommt die PKV in Frage, etwa für Einbettzimmer und Chefarztbehandlung. Der Durchschnittsbeitrag lag 2024 bei 559 EUR im Monat, und jedes Familienmitglied braucht einen eigenen Vertrag.

Die Entscheidung gilt, solange Sie ohne Unterbrechung Grenzgänger sind. Wir rechnen Ihre Situation gerne kostenlos durch.

In der Schweizer Grundversicherung zahlen Grenzgänger mit Wohnsitz in Deutschland 2027 zwischen 243.70 und 1'165.70 CHF im Monat, im Mittel der 13 Versicherer rund 510 CHF. Die GKV kostet bei einem Schweizer Lohn in der Regel den Höchstbeitrag von rund 1'226 EUR, kinderlos 1'261 EUR (Stand 2026), die PKV im Durchschnitt 559 EUR (2024). Wovon der Beitrag abhängt, zeigt die Kostentabelle; Ihren Fall rechnet die kostenlose Beratung durch.

Meist nicht: Die PKV kostet im Durchschnitt 559 EUR im Monat (2024), die Schweizer Grundversicherung für Grenzgänger 2027 ab 243.70 CHF, die GKV bis rund 1'226 EUR (Stand 2026). Der PKV-Beitrag hängt von Eintrittsalter, Gesundheit und gewählten Leistungen ab, und jedes Familienmitglied braucht einen eigenen Vertrag. Sie passt vor allem für junge, gesunde Grenzgänger, die Einbettzimmer oder Chefarztbehandlung wollen. Wer die Schweizer Versicherung einmal abwählt, kann später nicht mehr in sie wechseln.

Im Schnitt 559 Euro im Monat für Erwachsene ohne Beihilfe (Verband der Privaten Krankenversicherung, 2024). Der Beitrag richtet sich nach Eintrittsalter, Gesundheitszustand und gewählten Leistungen, nicht nach dem Einkommen; Vorerkrankungen können einen Risikozuschlag kosten. Ehepartner und Kinder brauchen je einen eigenen Vertrag, und der Schweizer Arbeitgeber zahlt keinen Anteil. Zum Vergleich: Die Schweizer Grundversicherung kostet Grenzgänger 2027 ab 243.70 CHF, die GKV bis rund 1'226 Euro (Stand 2026).

Grundsätzlich erfüllen alle drei genannten Varianten dieses Kriterium, aber Sie müssen sich nicht für eine Versicherung in Deutschland entscheiden, um sich weiterhin in Deutschland behandeln zu lassen. Zudem gilt zu beachten, dass Sie keine Möglichkeit haben, später in die Schweizer Versicherung zu wechseln, wenn Sie sich anfangs gegen diese entschieden haben.

Die PKV ermöglicht Ihnen zwar, sich in der Schweiz behandeln zu lassen, ist aber für Familien teuer, da die Familienangehörigen nicht mitversichert sind. Bei der GKV sind die Familienangehörigen zwar mitversichert, Sie haben aber keine Möglichkeit, sich in der Schweiz behandeln zu lassen. Die meisten Grenzgänger entscheiden sich für die Schweizer Versicherung, weil diese die meisten Vorteile bündelt. Wir beraten Sie gerne dazu.

Für Grenzgänger mit Wohnsitz in Deutschland gelten eigene Prämien, nicht die der Schweizer Wohnkantone. 2027 bieten 13 Versicherer diese Grundversicherung an. Die Leistungen sind überall gleich, die Preise nicht: Erwachsene ab 26 Jahren zahlen zwischen 243.70 und 1'165.70 CHF im Monat, junge Erwachsene von 19 bis 25 Jahren zwischen 175.50 und 816.10 CHF, Kinder zwischen 63.10 und 326.70 CHF, jeweils ohne Unfalldeckung. Wir helfen Ihnen beim Prämienvergleich. Für Versicherte mit Wohnsitz in der Schweiz steigen die Prämien 2027 im Mittel um 5,0 Prozent; die Übersicht nach Kantonen steht in unserem Beitrag Krankenkassenprämien 2027.

Bei einer Behandlung in der Schweiz kommen die Franchise und der Selbstbehalt dazu. Die Franchise beträgt für Erwachsene mit Wohnsitz in Deutschland fest 300 CHF im Jahr, für Kinder entfällt sie. Eine höhere Franchise gegen eine tiefere Prämie können Sie mit Wohnsitz in Deutschland nicht wählen. Der Selbstbehalt beträgt 10 % der Kosten, höchstens 700 CHF im Jahr, für Kinder 350 CHF.

Nein, in der Schweiz ist die Krankenversicherung völlig losgelöst von Ihrem Arbeitgeber. Sie bezahlen jeden Monat Ihre Prämie direkt an die Versicherung. Welche Abzüge der Schweizer Arbeitgeber dagegen vom Lohn vornimmt und was netto bleibt, zeigt die Nettolohnberechnung für Grenzgänger. 

Egal für welche Variante Sie sich entscheiden, versuchen Sie immer langfristig zu denken. Ein Jobwechsel, Arbeitslosigkeit oder der Eintritt in die Rente könnten Gründe sein, zu Ihrer Krankenversicherung in Deutschland zurückkehren zu wollen bzw. zu müssen.

Sind Sie in Deutschland privat versichert, kann der Wechsel zur GKV mit Auflagen verbunden sein. Ab 55 ist eine Rückkehr in die GKV sogar ausgeschlossen. Beim Abschluss der Schweizer Krankenversicherung ist die Rückkehr in die GKV garantiert – egal aus welchen Gründen Sie zurück möchten. So profitieren Sie im Alter von verhältnismäßig günstigen Versicherungsbeiträgen bei gleichzeitig guter Abdeckung an medizinischen Leistungen.

Sie haben drei Monate ab Beginn Ihrer Arbeit in der Schweiz. In dieser Frist entscheiden Sie, ob Sie sich in der Schweiz versichern oder in Deutschland versichert bleiben, gesetzlich oder privat. Für Deutschland stellen Sie dazu ein Gesuch um Befreiung von der Schweizer Versicherungspflicht bei der zuständigen Stelle Ihres Arbeitskantons, in mehreren Kantonen ist das die Gemeinsame Einrichtung KVG.

Versäumen Sie die Frist, kann Sie der Kanton von Amts wegen einer Schweizer Krankenkasse zuweisen; ist die Verspätung nicht entschuldbar, kommt ein Prämienzuschlag für den verspäteten Beitritt dazu. Einfach bei der deutschen Kasse zu bleiben genügt nicht: Ohne förmliches Gesuch gilt das Optionsrecht nicht als ausgeübt.

Die Wahl ist unwiderruflich, solange Sie ohne Unterbrechung als Grenzgänger arbeiten. Ein neuer Arbeitgeber oder ein anderer Arbeitskanton eröffnet keine neue Wahl, eine Unterbrechung mit Versicherungspflicht in Deutschland, etwa durch Arbeitslosigkeit, dagegen schon. Nicht erwerbstätige Angehörige sind grundsätzlich wie Sie versichert; aus Deutschland können sie sich nur gemeinsam anders entscheiden. Sind Sie in der Schweiz versichert, können Sie nach einer Heirat oder der Geburt eines Kindes innerhalb von drei Monaten noch die Befreiung beantragen; sie gilt dann rückwirkend ab diesem Ereignis. Der Weg zurück in die Schweizer Versicherung ist nach einer Befreiung verschlossen.

In der Schweizer Grundversicherung zahlt 2027 jede Person eine eigene Prämie: Kinder 63.10 bis 326.70 CHF im Monat, zwei Erwachsene mit zwei Kindern ab 630.20 CHF beim günstigsten Versicherer, im Mittel rund 1'315 CHF. In der GKV sind Ehepartner und Kinder ohne eigenes Einkommen beitragsfrei mitversichert; mit zwei Kindern bleibt der Beitrag bei höchstens rund 1'212 EUR (Stand 2026). Arbeitet der Partner in Deutschland, müssen Partner und Kinder dort versichert sein. In der PKV braucht jede Person einen eigenen Vertrag.

Vorgeschrieben ist keine, sinnvoll sind vor allem drei: eine Zahnzusatzversicherung ab rund 15 Euro im Monat, weil die Schweizer Grundversicherung Zahnbehandlungen nicht zahlt, eine Pflegezusatzversicherung ab rund 17 Euro, weil die Schweiz keine Pflegeversicherung für Grenzgänger vorsieht, und ein Krankenhauszusatz ab rund 15 Euro für Zweibettzimmer und Chefarzt (Tarifbeispiele, Stand 2026). Weil Zusatzversicherungen in der Schweiz teuer sind, lässt sich die Schweizer Grundversicherung, 2027 ab 243.70 CHF im Monat, mit Zusätzen aus Deutschland kombinieren. Welche Bausteine sich für Sie lohnen, klärt die kostenlose Beratung.

Die Schweiz unterscheidet zwischen der Grund- und der Zusatzversicherung. Wer in der Schweiz wohnhaft ist, muss eine Grundversicherung und darf eine Zusatzversicherung abschließen. Sollten Sie sich für die Grundversicherung in der Schweiz entscheiden, so deckt diese – wie der Name schon sagt – lediglich die Grundversorgung ab.

Es ist wichtig zu wissen, dass Sie z.B. nicht – wie in Deutschland – automatisch pflegeversichert sind. Sollten Sie zum Pflegefall werden, sind die Kosten nicht gedeckt und müssten aus dem eigenen Vermögen erbracht werden. Reicht das nicht aus, könnten Ihre Kinder belangt werden. Aus diesem Grund ist es dringend empfehlenswert, eine Zusatzversicherung abzuschließen. Da diese in der Schweiz sehr teuer ist, ist es ratsam, sich für eine Zusatzversicherung in Deutschland zu entscheiden.

Aufgrund des zwischenstaatlichen Sozialversicherungsabkommens zwischen Deutschland und der Schweiz können Sie eine Grundversicherung in der Schweiz abschließen und diese mit einer Zusatzversicherung bei einer gesetzlichen Versicherung Ihrer Wahl in Deutschland kombinieren. So sind Sie an Ihrem Wohn- sowie an Ihrem Arbeitsort krankenversichert.

Grundsätzlich spielt es keine Rolle, für welchen Anbieter Sie sich entscheiden, denn all deren Leistungen sind gesetzlich vorgegeben und identisch. Trotzdem variieren die Preise zum Teil stark. Machen Sie den Prämienvergleich, prüfen Sie die allgemeine Zufriedenheit der Kunden, indem Sie Bewertungen lesen und wägen Sie für Sie ab, welcher Anbieter der richtige für Ihre Bedürfnisse ist.

Den Anbieter können Sie jedes Jahr wechseln. Nach der Mitteilung der neuen Prämie im Herbst kündigen Sie so, dass die Kündigung bis zum 30. November beim Versicherer eingetroffen ist; der Wechsel gilt dann ab dem 1. Januar. Ein Wechsel des Anbieters ist kein Wechsel der Variante: Die Wahl zwischen Schweizer und deutscher Versicherung bleibt bestehen.

Insbesondere wenn Ihr Arbeitsweg nicht sehr lang ist oder Sie flexible Arbeitszeiten haben, ist es empfehlenswert, sich - wenn immer möglich - in Deutschland behandeln zu lassen. Die Krankenversicherung in Deutschland trägt nämlich die Kosten der Behandlung, als ob Sie Mitglied der Kasse in Deutschland wären. Im Anschluss verrechnet sie die Kosten mit Ihrer Krankenversicherung in der Schweiz. Somit entfällt die in der Schweiz eigentlich fällige Selbstbeteiligung an den Kosten. 

Je nachdem, welche Leistungen Ihnen wichtig sind oder welche Risiken Sie abdecken möchten, reicht die Schweizer Grundversicherung bzw. die GKV in Deutschland nicht aus. Informieren Sie sich genau, was alles versichert ist und welche Leistungen fehlen, die Ihnen wichtig sind. Die Lücken können Sie ganz einfach mit Zusatzversicherungen schließen.

Aufgrund der hohen Kosten ist dabei eine Zusatzversicherung in der Schweiz nicht empfehlenswert. Wir konzentrieren uns auf das Zusatzversicherungsangebot in Deutschland.

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Vergessen Sie die wichtige Zusatzversicherung nicht

Die folgenden Gründe sprechen für eine Zusatzversicherung:

  • Schließung der Versorgungslücke der Krankenversicherung in Deutschland (GKV) oder der Schweizer Kasse (KVG)
  • Bessere ärztliche Versorgung
  • Zugang zu privatärztlicher Versorgung in Deutschland und der Schweiz
  • Kostenübernahme für Arzneimittel, Heilmittel etc.


Der Katalog der möglichen Zusatzversicherungen in Deutschland ist lang. Welche Lücken die Schweizer Grundversicherung im Vergleich zur GKV hat, zeigt die Tabelle Was die Schweizer Grundversicherung nicht zahlt.

Pflegezusatz

Die Schweiz sieht keine Pflegeversicherung für Grenzgänger vor. Im Pflegefall erhalten Sie lediglich Leistungshilfe nach dem Sachleistungsprinzip der deutschen Kasse. Wie teuer Pflege werden kann, zeigt der Eigenanteil im Pflegeheim: im ersten Jahr im Schnitt 3'364 Euro im Monat (Verband der Ersatzkassen, Stand Juli 2026). Eine private Pflegetagegeldversicherung gibt es bei Abschluss mit 35 Jahren ab rund 17 Euro im Monat (Tarifbeispiel, Stand 2026). Sie ist also eine sinnvolle Investition.

Zahnzusatz

In der Schweiz kann eine Zahnbehandlung Ihr Portemonnaie stark belasten. Für Grenzgänger gibt es keine Leistungen für Zahnbehandlungen, Prophylaxe und Zahnersatz. Eine Absicherung durch eine private Zusatzversicherung in Deutschland ist daher empfehlenswert: Zahnzusatztarife gibt es ab rund 15 Euro im Monat (Stand 2026).

Brillenzusatz

Mit einer guten Absicherung erhalten Sie alle zwei Jahre 400 Euro für eine neue Brille oder Ihre Kontaktlinsen. Manche Versicherungen übernehmen sogar Laser-Operationen.

Krankenhauszusatz

Dieser Zusatz ermöglicht Ihnen die Wahl des Arztes, der Sie behandeln soll. So können Sie zum Beispiel darauf bestehen, durch den Chefarzt operiert zu werden. Die Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer ist ein weiterer Vorteil. In der Schweiz heisst dieser Baustein Spitalzusatzversicherung: Sie deckt halbprivat oder privat das Zwei- oder Einbettzimmer und die freie Arztwahl im Spital. Ein deutscher Krankenhauszusatz mit Zweibettzimmer und Chefarzt kostet bei Abschluss mit 35 Jahren ab rund 15 Euro im Monat (Tarifbeispiel, Stand 2026).

Krankentagegeldversicherung

Als Arbeitnehmer in der Schweiz erhalten Sie bei Krankheit meist 80 % Ihres Lohns aus der Krankentaggeldversicherung Ihres Arbeitgebers, in der Regel während bis zu 720 Tagen. Das ist länger als die 78 Wochen Krankengeld der gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland. Vorgeschrieben ist diese Versicherung aber nicht. Ohne sie gilt nur die gesetzliche Lohnfortzahlung, nach der Berner Skala im ersten Dienstjahr nur 3 Wochen (Stand 2026). Fragen Sie deshalb vor dem Stellenantritt nach der Krankentaggeldversicherung; fehlt sie, schliesst ein privates Krankentagegeld die Lücke.

Alternativmedizin

Akupunktur, Homöopathie und Naturheilkunde: Wenn Sie die Schulmedizin mit solchen Behandlungen ergänzen möchten, lohnt sich eine Heilpraktiker-Zusatzversicherung. Einfache Tarife gibt es ab rund 5 bis 8 Euro im Monat, je nach Tarif mit einem Jahresbudget von 500 bis 2'000 Euro (Tarifbeispiele, Stand 2026).

Dank des Tarifbaustein-Systems bei den Zusatzversicherungen können Sie Ihre Krankenversicherung ganz nach Ihren Wünschen zusammenstellen.

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