Drei-Säulen-System Schweiz 2026: AHV, Pensionskasse und Säule 3a einfach erklärt

Die Altersvorsorge der Schweiz ruht auf drei Säulen: der staatlichen AHV, der beruflichen Vorsorge über die Pensionskasse und der privaten Säule 3a. 2026 zahlt die AHV 1'260 bis 2'520 Franken Rente im Monat; zusammen mit der Pensionskasse soll sie rund 60 Prozent des früheren Einkommens ersetzen. Die Lücke schliesst die 3. Säule: Alles zur 3. Säule Schweiz 2026.

Die drei Säulen auf einen Blick

SäuleWer zahlt einWie hoch 2026Was sie leistet
1. Säule: AHV/IVAlle Erwerbstätigen und ihre Arbeitgeber, auch Grenzgänger5,3 % des Lohns für AHV, IV und EO, der Arbeitgeber zahlt gleich viel, ohne ObergrenzeAltersrente von 1'260 bis 2'520 CHF im Monat, ab Dezember 2026 eine 13. Rente; Renten bei Invalidität und für Hinterlassene
2. Säule: BVG (Pensionskasse)Angestellte ab 22'680 CHF Jahreslohn, der Arbeitgeber mindestens zur Hälfte7 bis 18 % je nach Alter auf den Lohn abzüglich 26'460 CHF, im Obligatorium bis 90'720 CHF LohnRente aus dem eigenen Guthaben, mindestens 6,8 % davon im Jahr, oder Kapital; mit der AHV rund 60 % des früheren Einkommens
3. Säule: 3a und 3bFreiwillig: 3a, wer AHV-pflichtig arbeitet; 3b alle3a bis 7'258 CHF im Jahr mit Pensionskasse, ohne bis 20 % des Einkommens, höchstens 36'288 CHF; 3b ohne Höchstbetrag3a: Kapital mit Zins oder Rendite, vom steuerbaren Einkommen abziehbar, Bezug frühestens 5 Jahre vor dem Rentenalter; 3b: frei verfügbares Sparen

Quellen, Stand 2026: Art. 111 bis 113 Bundesverfassung; Bundesamt für Sozialversicherungen, Beträge 2026 und Broschüre zur Altersvorsorge; Merkblatt 3.01 der AHV/IV; Art. 7, 8, 14, 16 und 66 BVG; Art. 7 BVV 3.

Wie viel Sie in die Säule 3a einzahlen dürfen, was sie an Steuern spart und wie Sie Vorsorgelösungen vergleichen, steht auf der Seite Alles zur 3. Säule Schweiz 2026.

Häufige Fragen zum Drei-Säulen-System

Was ist das 3-Säulen-System in der Schweiz?

Das 3-Säulen-System ist die Altersvorsorge der Schweiz, so festgelegt in der Bundesverfassung. Die 1. Säule, AHV und IV, soll den Existenzbedarf decken, 2026 mit 1'260 bis 2'520 Franken Altersrente im Monat. Die 2. Säule, die Pensionskasse, soll zusammen mit der AHV die gewohnte Lebenshaltung sichern. Die 3. Säule ist das freiwillige private Sparen, in der Säule 3a mit Steuerabzug.

Wie funktioniert das 3-Säulen-System einfach erklärt?

Stellen Sie sich drei Töpfe vor. In den ersten zahlen 2026 alle Erwerbstätigen und ihre Arbeitgeber je 5,3 Prozent des Lohns; das Geld geht direkt an die heutigen Rentner. Im zweiten spart jeder Angestellte ab 22'680 Franken Jahreslohn mit seinem Arbeitgeber ein eigenes Guthaben in der Pensionskasse an. Den dritten füllen Sie freiwillig selbst, in der Säule 3a bis 7'258 Franken im Jahr.

Welche drei Säulen hat die Altersvorsorge in der Schweiz?

Erstens die staatliche Vorsorge: AHV und IV, ergänzt durch Ergänzungsleistungen, wenn die Rente nicht reicht. Zweitens die berufliche Vorsorge nach dem BVG über die Pensionskasse des Arbeitgebers, 2026 Pflicht ab 22'680 Franken Jahreslohn. Drittens die private Vorsorge: die gebundene Säule 3a mit Steuerabzug bis 7'258 Franken im Jahr und die freie Säule 3b, etwa Sparkonto, Wertschriften oder Lebensversicherung.

Wie funktionieren die drei Säulen in der Praxis?

Ein Beispiel für 2026 mit 6'000 Franken Monatslohn: Der Arbeitgeber zieht 5,3 Prozent für AHV, IV und EO ab, also 318 Franken, und zahlt selbst gleich viel. Für die Pensionskasse gehen bei einem 40-Jährigen mindestens 10 Prozent von 45'540 Franken koordiniertem Jahreslohn ins Guthaben, 4'554 Franken im Jahr, mindestens die Hälfte trägt der Arbeitgeber. Wer 7'258 Franken in die Säule 3a einzahlt, zieht sie vom steuerbaren Einkommen ab.

Was ist der Unterschied zwischen 2. und 3. Säule?

Die 2. Säule ist Pflicht, die 3. freiwillig. In die Pensionskasse zahlen Angestellte ab 22'680 Franken Jahreslohn 2026 automatisch ein, der Arbeitgeber trägt mindestens die Hälfte und wählt die Kasse. Über die Säule 3a entscheiden Sie selbst: ob, wie viel bis 7'258 Franken im Jahr und bei welcher Bank oder Versicherung. Beide Guthaben sind gebunden und in der Regel erst im Alter oder für Wohneigentum verfügbar.

Wie hoch ist die BVG-Rente im Vergleich zur AHV?

Im Durchschnitt etwas höher. Die laufenden Altersrenten aus Pensionskassen betrugen Ende 2024 im Schnitt 2'318 Franken im Monat, die AHV-Altersrente im Dezember 2025 im Schnitt 1'969 Franken. Die AHV ist 2026 auf 2'520 Franken begrenzt, die BVG-Rente nicht: Sie hängt vom angesparten Guthaben ab, im Obligatorium mit mindestens 6,8 Prozent Umwandlungssatz. Neue Pensionskassenrenten lagen 2024 im Median bei 2'042 Franken für Männer und 1'227 für Frauen.

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