In der Schweiz besteuern Bund, Kanton und Gemeinde das Einkommen getrennt. Wie viel Sie zahlen, hängt deshalb vor allem vom Wohnort ab: Bei 8'000 Franken Monatslohn reicht die Steuer 2026 von 4,25 Prozent in Zug bis 15,43 Prozent in Neuenburg (ledig, ohne Kirche). Ausländer mit Ausweis B zahlen sie als Quellensteuer direkt vom Lohn.
| Abgabe | Wer erhebt sie | Worauf | Satz 2026 |
|---|---|---|---|
| Direkte Bundessteuer | Bund, eingezogen vom Kanton | Einkommen | progressiv, höchstens 11,5 % |
| Kantons- und Gemeindesteuer | Kanton und Gemeinde | Einkommen und Vermögen | nach Steuerfuss; mit der Bundessteuer bei 8'000 CHF im Monat 4,25 % (Zug) bis 15,43 % (Neuenburg) |
| Kirchensteuer | Kanton oder Kirchgemeinde | Einkommen von Mitgliedern der Landeskirchen | Zuschlag je nach Kanton und Kirchgemeinde |
| Quellensteuer | Arbeitgeber, für den Kanton | Lohn von Ausländern ohne Ausweis C | fasst Bund, Kanton, Gemeinde und Kirche zusammen; Grenzgänger aus Deutschland höchstens 4,5 % |
| AHV/IV/EO | Ausgleichskasse | Lohn ohne Obergrenze | 5,3 %, Arbeitgeber ebenso |
| ALV | Arbeitslosenversicherung | Lohn bis 148'200 CHF im Jahr | 1,1 %, darüber nichts |
| Pensionskasse (BVG) | Pensionskasse | koordinierter Lohn | Altersgutschrift 7 bis 18 % je nach Alter, mindestens die Hälfte zahlt der Arbeitgeber |
| NBU | Unfallversicherer | Lohn | rund 0,9 bis 1,3 % je nach Versicherer |
Quellen, Stand 2026: Art. 36 DBG; Quellensteuer Tarif A0N aus dem Rechner von lohncomputer.ch (ledig, ohne Kinder, ohne Kirche); Merkblätter 2.01 und 2.08 der AHV/IV, Stand 1. Januar 2026; Art. 16 und 66 BVG; UVG-Statistik 2024; Art. 15a Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland-Schweiz. Die Krankenversicherung ist keine Steuer und wird nicht vom Lohn abgezogen.
Bei gleichem Lohn bleibt in der Schweiz deutlich mehr übrig. Ein Beispiel für 2026, ledig und ohne Kirchensteuer:
| Posten | Schweiz: Zürich, 8'000 CHF | Deutschland: 8'592 EUR |
|---|---|---|
| Einkommensteuer | 692.80 CHF (8,7 %) | 2'082.44 EUR Lohnsteuer und Soli (24,2 %) |
| Sozialabgaben | 1'137.30 CHF (14,2 %) | 1'543.79 EUR (18,0 %), mit Kranken- und Pflegeversicherung |
| Krankenversicherung | nicht vom Lohn, im Mittel 477 CHF (2027) | in den Sozialabgaben enthalten |
| Netto im Monat | 6'169.90 CHF (77,1 %) | 4'965.77 EUR (57,8 %) |
Rechner von lohncomputer.ch, Steuern und Abgaben 2026, Kurs 1 CHF = 1.0740 EUR; Deutschland Steuerklasse I, gesetzlich versichert mit 2,9 % Zusatzbeitrag; Krankenkasse Zürich: mittlere Prämie 2027 laut Bundesamt für Gesundheit.
Dafür sind Mieten und Krankenkasse in der Schweiz teurer. Wie stark der Nettolohn je nach Kanton schwankt, zeigt der Beitrag Nettolohn Schweiz im Kanton-Vergleich.
Bei 8'000 Franken Monatslohn zahlt eine ledige Person 2026 je nach Kanton zwischen 340 Franken (Zug) und 1'234 Franken (Neuenburg) Steuern im Monat, also 4,25 bis 15,43 Prozent. Darin stecken Bundes-, Kantons- und Gemeindesteuer. Dazu kommen rund 14 Prozent Sozialabgaben für AHV, ALV, Pensionskasse und Unfallversicherung. Ihren Wert für Ihren Kanton rechnet der Lohnrechner.
Das Einkommen wird 2026 auf drei Ebenen besteuert: vom Bund mit höchstens 11,5 Prozent, vom Kanton und von der Gemeinde, die den kantonalen Satz mit ihrem Steuerfuss vervielfacht. Schweizer und Ausländer mit Ausweis C reichen jedes Jahr eine Steuererklärung ein und erhalten danach die Rechnung. Ausländer mit Ausweis B oder L zahlen stattdessen Quellensteuer, die der Arbeitgeber direkt vom Lohn abzieht.
Besteuert werden 2026 Lohn, Nebeneinkünfte und Vermögenserträge, und zwar progressiv: Mit steigendem Einkommen steigt der Satz. Abziehen können Sie unter anderem Berufskosten wie Arbeitsweg und Verpflegung, Einzahlungen in die Säule 3a von bis zu 7'258 Franken im Jahr (mit Pensionskasse), Versicherungsprämien, Kinderabzüge und Schuldzinsen. Wer Quellensteuer zahlt, kann solche Abzüge über eine nachträgliche ordentliche Veranlagung geltend machen.
Die direkte Bundessteuer beträgt 2026 höchstens 11,5 Prozent, dazu kommen Kantons- und Gemeindesteuer. Zusammen zahlt eine ledige Person bei 8'000 Franken Monatslohn je nach Kanton 4,25 bis 15,43 Prozent, bei 6'000 Franken 3,06 bis 12,94 Prozent. Am wenigsten zahlt man in Zug, am meisten in Neuenburg, Jura und Freiburg. Mit Kirchensteuer, Kindern oder Ehe ändert sich der Satz.
Bei 8'000 Franken Monatslohn zahlt eine ledige Person in Zürich 2026 rund 8,7 Prozent Steuern und 14,2 Prozent Sozialabgaben, netto bleiben 77 Prozent. In Deutschland gehen beim gleichen Lohn in Euro 24,2 Prozent an Lohnsteuer und Soli und 18 Prozent an Sozialabgaben, netto bleiben 58 Prozent. Dafür zahlt man in der Schweiz die Krankenkasse selbst, in Zürich im Mittel 477 Franken im Monat.
Zug. Bei 8'000 Franken Monatslohn zahlt eine ledige Person ohne Kirchensteuer dort 2026 nach unserem Rechner 340 Franken im Monat, das sind 4,25 Prozent. Es folgen Schwyz mit 5,76 und Zürich mit 8,66 Prozent. Am höchsten ist die Belastung in Neuenburg mit 15,43 Prozent, in Jura mit 15,25 und in Freiburg mit 14,55 Prozent. Innerhalb eines Kantons unterscheiden sich zudem die Gemeinden.
Eine Lohnsteuer wie in Deutschland gibt es in der Schweiz nicht: Schweizer und Ausländer mit Ausweis C erhalten ihren Lohn 2026 ohne Steuerabzug und zahlen die Einkommensteuer nach der Steuererklärung. Am nächsten kommt der Lohnsteuer die Quellensteuer: Bei Ausländern ohne Ausweis C zieht der Arbeitgeber sie direkt vom Lohn ab, bei Grenzgängern aus Deutschland höchstens 4,5 Prozent.
Am einfachsten mit dem Lohnrechner: Bruttolohn, Alter, Kanton, Zivilstand und Kinder eingeben, dann zeigt er die Quellensteuer 2026 und den Nettolohn nach allen Abzügen. Für eine ordentliche Veranlagung zählen zusätzlich Ihre Abzüge, etwa bis zu 7'258 Franken für die Säule 3a. Grenzgänger aus Deutschland rechnen mit dem Nettolohnrechner für Grenzgänger, der auch die deutsche Steuer berücksichtigt.
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