Obligatorisch sind in der Schweiz die Krankenversicherung nach KVG, die Unfallversicherung über den Arbeitgeber und für jedes Fahrzeug die Motorfahrzeug-Haftpflicht. Dazu kommen die Sozialversicherungen AHV, IV, EO, Arbeitslosenversicherung und Pensionskasse, die direkt vom Lohn abgehen. Je nach Kanton sind auch Gebäude- und Hausratversicherung vorgeschrieben. Alles andere, von der Privathaftpflicht bis zur Lebensversicherung, ist freiwillig.
Die Tabelle zeigt, welche Versicherung für wen vorgeschrieben ist und was sie kostet. Bei der Krankenversicherung stehen bereits die Prämien 2027, die das Bundesamt für Gesundheit am 29. September 2026 veröffentlicht hat.
| Versicherung | Status | Für wen | Kosten und Beträge |
|---|---|---|---|
| Krankenversicherung (Grundversicherung nach KVG) | obligatorisch | Alle mit Wohnsitz in der Schweiz, jede Person einzeln, Abschluss innert 3 Monaten | 2027 im Mittel 412 CHF pro Monat; Erwachsene 487.60 CHF, junge Erwachsene 338.80 CHF, Kinder 128.10 CHF |
| Unfallversicherung (UVG) | obligatorisch | Angestellte, über den Arbeitgeber; Freizeitunfälle ab 8 Stunden pro Woche | Berufsunfall zahlt der Arbeitgeber, Nichtberufsunfall der Arbeitnehmer, im Schnitt rund 1 Prozent des Lohns |
| AHV, IV, EO, Arbeitslosenversicherung, Pensionskasse | obligatorisch | Angestellte, Abzug direkt vom Lohn | 5,3 % AHV/IV/EO und 1,1 % ALV; Pensionskasse 2027 ab 23'040 CHF Jahreslohn |
| Motorfahrzeug-Haftpflicht | obligatorisch | Halter eines Autos oder Motorrads | Deckung mindestens 5 Millionen CHF je Schadenereignis |
| Gebäudeversicherung | obligatorisch in den meisten Kantonen | Hauseigentümer; in 19 Kantonen bei der kantonalen Gebäudeversicherung | Prämie je nach Kanton und Gebäudewert |
| Hausratversicherung | obligatorisch in Freiburg, Jura, Nidwalden und Waadt, sonst empfohlen | Mieter und Eigentümer | In den vier Kantonen Pflicht gegen Feuer und Elementarschäden; für eine Mietwohnung meist rund 150 bis 300 CHF pro Jahr |
| Privathaftpflicht | empfohlen | Alle; von vielen Vermietern verlangt | Rund 100 bis 200 CHF pro Jahr für eine Person, meist zusammen mit der Hausratversicherung |
| Zusatzversicherungen zur Krankenkasse | freiwillig | Wer mehr will als die Grundversicherung, etwa Zahnbehandlung oder Privatabteilung | Je nach Kasse; Gesundheitsfragen vor dem Abschluss möglich |
| Säule 3a | freiwillig | Erwerbstätige | 2027 bis 7'373 CHF pro Jahr mit Pensionskasse, vom Einkommen abziehbar |
| Rechtsschutz, Reise- und Lebensversicherung | freiwillig | Nach Bedarf, Todesfallversicherung vor allem für Familien | Je nach Anbieter |
Quellen: Krankenversicherungsgesetz (KVG), Unfallversicherungsgesetz (UVG) und Verordnung (UVV), Strassenverkehrsgesetz und Verkehrsversicherungsverordnung (VVV), Bundesamt für Gesundheit (Prämien 2027), Bundesamt für Sozialversicherungen (Beträge 2027 nach Beschluss des Bundesrats vom 2. Oktober 2026), Bundeskanzlei (kantonale Gebäudeversicherungen); Hausrat nach den Gesetzen der Kantone Freiburg, Jura, Nidwalden und Waadt, Kosten für Haftpflicht und Hausrat als Richtwerte nach Marktübersichten Schweizer Versicherer; Stand Oktober 2026.
Wer in die Schweiz zieht, muss sich innert drei Monaten nach der Anmeldung bei einer Krankenkasse in der Grundversicherung versichern. Das gilt für jede Person einzeln, auch für Kinder. Wer die Frist verpasst, wird rückwirkend versichert und zahlt einen Prämienzuschlag. Der Arbeitgeber beteiligt sich nicht: Sie zahlen die Prämie selbst, unabhängig vom Lohn. Für 2027 beträgt die mittlere Prämie für Erwachsene 487.60 Franken im Monat, im Mittel 5,0 Prozent mehr als 2026. Wie Sie Kasse, Franchise und Modell wählen und die Prämien in Ihrem Kanton vergleichen, zeigt unsere Seite Krankenversicherung in der Schweiz.
Auch Grenzgänger mit Wohnsitz in Deutschland müssen krankenversichert sein, sie haben aber ein Optionsrecht: Innert drei Monaten nach Stellenantritt entscheiden sie einmalig zwischen der Schweizer Grundversicherung und der deutschen gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung. Die Schweizer Grundversicherung für Grenzgänger kostet 2027 ab rund 244 Franken im Monat. Gegen Unfälle sind Grenzgänger wie alle Angestellten über den Arbeitgeber versichert. Was die Wahl jeweils bedeutet, steht auf unserer Seite Krankenversicherung für Grenzgänger.
Alle Angestellten sind nach dem Unfallversicherungsgesetz obligatorisch gegen Berufsunfälle und Berufskrankheiten versichert; diese Prämie zahlt der Arbeitgeber. Wer mindestens 8 Stunden pro Woche beim selben Arbeitgeber arbeitet, ist auch in der Freizeit versichert, etwa beim Sport oder im Haushalt. Diese Prämie geht vom Lohn ab, im Schnitt rund 1 Prozent. Versichert ist der Lohn bis 148'200 Franken im Jahr. In diesem Fall können Sie die Unfalldeckung in der Krankenkasse ausschliessen und so Prämie sparen. Wer nicht angestellt ist, braucht sie in der Krankenkasse.
Für jedes Auto und Motorrad ist eine Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung vorgeschrieben. Sie muss Personen- und Sachschäden bis mindestens 5 Millionen Franken je Ereignis decken; ohne Versicherungsnachweis gibt es keine Kontrollschilder. Hauseigentümer müssen ihr Gebäude in den meisten Kantonen versichern, 19 Kantone haben dafür eine kantonale Gebäudeversicherung. In den Kantonen Freiburg, Jura, Nidwalden und Waadt ist ausserdem eine Hausratversicherung gegen Feuer und Elementarschäden Pflicht, in allen anderen Kantonen ist sie freiwillig.
Nicht vorgeschrieben, aber für fast alle sinnvoll ist die Privathaftpflichtversicherung. Sie zahlt, wenn Sie anderen einen Schaden zufügen, zum Beispiel an der Mietwohnung, und viele Vermieter verlangen den Nachweis schon bei der Bewerbung. Meist wird sie zusammen mit der Hausratversicherung abgeschlossen, die Ihre eigenen Sachen gegen Feuer, Wasser, Einbruch und Elementarschäden schützt. Deutsche Policen akzeptieren Schweizer Vermieter nicht immer; eine Schweizer Versicherung erspart Nachfragen. Als Richtwert kostet die Privathaftpflicht für eine Person rund 100 bis 200 Franken im Jahr, die Hausratversicherung für eine Mietwohnung rund 150 bis 300 Franken.
Über lohncomputer.ch können Sie ein Angebot für Privathaftpflicht und Hausrat anfordern. Die ersten drei Monate sind gratis, danach erhalten Sie einen Rabatt auf die gewählte Versicherung. Die Haftpflicht deckt Personen- und Sachschäden bis 5 Millionen Franken, auf Wunsch bis 10 Millionen, auch Schäden an der Mietwohnung; der Hausrat ist zum Neuwert versichert. Das Angebot gilt für Wohnorte in den Kantonen Aargau, Bern, Luzern, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, Thurgau, Zug und Zürich.
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Alles Weitere hängt von Ihrer Situation ab: Zusatzversicherungen zur Krankenkasse, etwa für Zahnbehandlungen oder die Privatabteilung im Spital, eine Rechtsschutzversicherung, eine Reiseversicherung oder für Familien eine Todesfall- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Fürs Alter lohnt sich die Säule 3a: Wer eine Pensionskasse hat, kann 2027 bis 7'373 Franken einzahlen und vom Einkommen abziehen. Welche Versicherungen sich für Sie lohnen, klären wir gern mit Ihnen: Beratung anfordern.
Obligatorisch sind die Krankenversicherung nach KVG für alle mit Wohnsitz in der Schweiz, die Unfallversicherung für Angestellte über den Arbeitgeber und für jedes Fahrzeug die Motorfahrzeug-Haftpflicht mit mindestens 5 Millionen Franken Deckung. Vom Lohn gehen zudem AHV, IV und EO mit 5,3 Prozent, die Arbeitslosenversicherung mit 1,1 Prozent und die Pensionskasse ab. Je nach Kanton kommen Gebäude- und Hausratversicherung dazu.
Pflicht ist für jede Person die Krankenversicherung, die Sie innert 3 Monaten nach der Anmeldung abschliessen müssen; als Angestellte sind Sie zudem über den Arbeitgeber gegen Unfälle versichert. Wer ein Auto hat, braucht die Motorfahrzeug-Haftpflicht. Die meisten Haushalte haben ausserdem eine Privathaftpflicht- und eine Hausratversicherung, viele Vermieter verlangen sie. Alles Weitere, etwa Zusatzversicherungen, Rechtsschutz oder eine Todesfallversicherung für die Familie, hängt von Ihrer Situation ab und ist freiwillig.
Die mittlere Prämie der Grundversicherung beträgt 2027 laut Bundesamt für Gesundheit 412 Franken im Monat, 5,0 Prozent mehr als 2026. Erwachsene ab 26 Jahren zahlen im Mittel 487.60 Franken, junge Erwachsene 338.80 und Kinder 128.10 Franken. Die tatsächliche Prämie hängt von Kanton, Kasse, Franchise und Modell ab. Ihren Betrag zeigt der Prämienvergleich auf unserer Seite Krankenversicherung Schweiz.
Ja, für alle Angestellten. Der Arbeitgeber versichert Sie nach dem Unfallversicherungsgesetz gegen Berufsunfälle und zahlt diese Prämie. Arbeiten Sie mindestens 8 Stunden pro Woche beim selben Arbeitgeber, sind auch Unfälle in der Freizeit versichert; diese Prämie geht vom Lohn ab. Dann können Sie die Unfalldeckung in der Krankenkasse ausschliessen. Wer nicht angestellt ist, versichert Unfälle in der Regel über die Krankenkasse.
Nein, gesetzlich vorgeschrieben ist die private Haftpflichtversicherung nicht. Die meisten Vermieter verlangen sie aber, oft schon bei der Bewerbung um die Wohnung. Sie zahlt Schäden, die Sie anderen zufügen, etwa an der Mietwohnung; üblich ist eine Deckung von 5 Millionen Franken. Als Richtwert kostet sie 2026 für eine Person rund 100 bis 200 Franken im Jahr. Pflicht ist die Haftpflicht nur für Auto und Motorrad: Die Motorfahrzeug-Haftpflicht muss mindestens 5 Millionen Franken je Ereignis decken.
Nur in 4 Kantonen: In Freiburg, Jura, Nidwalden und Waadt ist eine Hausratversicherung gegen Feuer und Elementarschäden Pflicht, in Nidwalden und Waadt bei der kantonalen Versicherung. In allen anderen Kantonen ist sie freiwillig, aber üblich, denn ein Brand oder Wasserschaden kann den ganzen Hausrat kosten. Für eine Mietwohnung kostet sie 2026 je nach Versicherungssumme und Wohnort rund 150 bis 300 Franken im Jahr. Meist wird sie zusammen mit der Privathaftpflicht abgeschlossen.
Als Richtwert 2026 kostet eine Privathaftpflicht für eine Person rund 100 bis 200 Franken im Jahr, für Familien etwas mehr. Die Hausratversicherung für eine Mietwohnung liegt meist bei 150 bis 300 Franken, je nach Versicherungssumme, Wohnort und Selbstbehalt. Laut Haushaltsbudgeterhebung 2020/2021 des Bundesamts für Statistik geben Haushalte für Hausrat-, Haftpflicht- und Gebäudeversicherung zusammen im Schnitt 38 Franken im Monat aus, Einpersonenhaushalte 28 Franken. Setzen Sie die Versicherungssumme auf den Neuwert Ihrer Sachen, sonst kürzt die Versicherung im Schadenfall.
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