Budgetrechner für die Schweiz 2027

Verschaffen Sie sich mit unserem Online Budgetrechner schnell und einfach einen groben Überblick über die monatlichen Ausgaben in der Schweiz. Zur besseren Orientierung geben wir einige Zahlen vor, die Sie beliebig anpassen können.

Jetzt Berechnung starten

Bild Jetzt Berechnung starten

Ihr Haushaltsbudget in der Schweiz

Vier Angaben genügen, alles Weitere ist vorbelegt und bleibt änderbar.

Alle Werte in CHF

Einkommen & Steuern

Wohnen & Haushalt

Wohin Ihr Nettolohn geht

    Ihre Ausgaben

    Vorbelegt aus Wohnort, Haushalt und Alter. Jeden Wert können Sie überschreiben.

    Ausgaben pro Monat – CHF
    Quellen: BFS, BAG, Destatis, Familienkasse und GKV-Spitzenverband. Quelle und Jahr stehen an jedem Posten.
    Frei verfügbar – CHF

    Lebenshaltungskosten Schweiz gegen Deutschland 2026

    In der Schweiz sind fast alle Posten teurer als in Deutschland, am deutlichsten Miete und Telefon. Strom ist dagegen günstiger. Die Tabelle stellt die Monatswerte gegenüber, mit denen auch der Budgetrechner oben rechnet.

    Posten pro MonatSchweiz (CHF)Deutschland (EUR)Faktor
    Miete 3 Zimmer, ohne Nebenkosten1'4466392,4
    Krankenversicherung je Erwachsenen464.804221,2
    Lebensmittel für zwei Personen6874581,6
    Strom, 2'500 kWh im Jahr64840,8
    Öffentlicher Verkehr, Monatsabo77631,3
    Handy, Internet und Festnetz für zwei Personen183692,8
    Kita-Platz Vollzeit, Elternbeitragbis 1'6000 bis einige hundertnicht vergleichbar

    Faktor: Schweizer Betrag zum EZB-Kurs vom 05.10.2026 (1 Franken = 1,074 Euro) in Euro umgerechnet und durch den deutschen Betrag geteilt. Miete: Bundesamt für Statistik (BFS), alle Mietverhältnisse 2024; Deutschland: Zensus 2022, auf 2026 fortgeschrieben, 81 m². Krankenversicherung: Bundesamt für Gesundheit, mittlere Prämie 2026; Deutschland: Arbeitnehmeranteil an Kranken- und Pflegeversicherung (10,55 Prozent) bei 4'000 Euro brutto, Ehepartner ohne Einkommen und Kinder sind dort mitversichert. Lebensmittel und Telefon: BFS Haushaltsbudgeterhebung, Paare unter 65, auf 2023 hochgerechnet, Telefon mit Geräten und Post; Deutschland: Destatis, Laufende Wirtschaftsrechnungen 2024, Paare ohne Kind. Strom: ElCom, Median 2026; Deutschland: Bundesnetzagentur, Monitoringbericht 2025, 40,1 Cent je kWh. Öffentlicher Verkehr: Mittel der Monatsabos 2. Klasse in den Kernzonen der Kantonshauptorte 2026; Deutschlandticket 2026. Kita: Höchstbeitrag der Eltern für einen Vollzeitplatz in Basel-Stadt seit August 2024; in Deutschland legen Länder und Gemeinden die Beiträge fest, in Berlin ist die Kita beitragsfrei. Stand: Oktober 2026.

    Was 1'000 Franken in der Schweiz wert sind

    Zum Wechselkurs sind 1'000 Franken rund 1'074 Euro. Kaufen können Sie dafür in der Schweiz aber weniger: Das Preisniveau für den privaten Konsum lag 2025 laut Eurostat bei 171 Punkten, in Deutschland bei 108 (EU = 100). Für 1'000 Franken bekommen Sie in der Schweiz deshalb ungefähr so viel wie für 680 Euro in Deutschland. Die Kaufkraft eines Frankens liegt im Inland also bei knapp zwei Dritteln des deutschen Niveaus. Am grössten ist der Abstand bei der Miete mit dem Faktor 2,4. Rechnen Sie einen Schweizer Lohn deshalb nicht nur in Euro um, sondern stellen Sie ihn gegen das Budget: Der Budgetrechner oben zeigt, was nach Miete, Krankenkasse und Lebenshaltung bleibt.

    Ist das Leben in der Schweiz
    wirklich so teuer?

    Die Antwort auf diese Frage ist keine Überraschung:
    Ja, wer in der Schweiz leben will, muss für vieles deutlich tiefer in die Tasche greifen als in Deutschland.

    Die monatlichen Ausgaben in der Schweiz haben es in sich. Allein die Wohn- und Versicherungskosten machen in der Summe schon rund einen Drittel der Haushaltskosten aus. Auch in Sachen Lebensmittel und Freizeitgestaltung machen sich die enormen Unterschiede zu den Preisen in Deutschland bemerkbar. Trotzdem: Die hohen Gehälter und vergleichsweise tiefen Steuern locken und machen die Ausgaben wieder wett. Das Land hat zudem eine wunderschöne Natur und viel Kultur zu bieten. Nicht umsonst gilt die Schweiz als Nummer 1 der Länder für Auswanderer. Der zweite Platz auf dem UN-Index für Lebensqualität überzeugt die letzten Skeptiker. Was spricht also gegen ein Leben in der Schweiz?

    Vorbereitung ist alles

    Das Umzugsunternehmen sollten Sie dennoch nicht überstürzt bestellen. Eine solch große Entscheidung muss durchdacht sein. Neben dem Arbeitsvertrag ist das Haushaltsbudget ein zentrales Kriterium. Informieren Sie sich genau und schließen Sie alle Eventualitäten aus. Wir helfen Ihnen, sich finanziell optimal auf ein Leben in der Schweiz vorzubereiten und die wichtigsten Ausgaben richtig zu berechnen. Auch finden Sie auf dieser Seite wertvolle Tipps, mit denen Sie Ihr Haushaltsbudget etwas schonen können, wenn Sie nur ein paar Kleinigkeiten beachten.

    Typische Ausgaben

    Mithilfe der folgenden Angaben werden Sie in der Lage sein, Ihr ungefähres Haushaltsbudget zusammenzustellen und, wo möglich, Einsparungen vorzusehen.

    Wir begleiten Roland, 30 Jahre alt, wohnhaft in Zürich, mit B-Bewilligung und einem monatlichen Einkommen von netto 4'900 Franken, bei seinen Berechnungen. Wie viel Lohn ein Single in der Schweiz für Miete und Krankenkasse braucht, beantwortet der Ratgeber Budgetrechner Schweiz: Lebenshaltungskosten realistisch planen.

    Stadt oder Land?

    Wie viel Geld am Monatsende übrig bleibt, hängt stark davon ab, wo Sie wohnen. Dafür verantwortlich ist einerseits die je nach Kanton und Gemeinde unterschiedliche Besteuerung von Einkommen und Vermögen. Andererseits ist das Leben in einer Großstadt deutlich teurer als auf dem Land. Eine Zwei-Zimmer-Wohnung im Stadtkern von Zürich kann schnell mal an die 2'000 Franken kosten, während in einem Bergdorf die Miete für die gleiche Wohnung 1'000 Franken betragen kann. Es lohnt sich also, sich schon vor der Job- und Wohnungssuche mit den Steuersätzen der Kantone vertraut zu machen, um böse Überraschungen zu vermeiden.


    Überblick zu den Lebenshaltungskosten
    in der Schweiz

    Fixkosten

    Die Wohn- und Versicherungskosten sowie Steuern belegen in der Schweiz die ersten drei Positionen der Fixkosten. Bei Ausländern mit Aufenthaltsbewilligung B wird allerdings die Quellensteuer, die sich nach dem Kanton des Wohnorts und der Höhe des Gehalts richtet, direkt vom Gehalt abgezogen und es sind keine weiteren Steuerrücklagen nötig. Diese Fixkosten-Position ist also erst nach frühestens fünf Jahren relevant, wenn eine allfällige Niederlassungsbewilligung C im Raum steht. Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Fixkosten deswegen deutlich tiefer ausfallen, im Gegenteil: Die monatlichen Fixkosten in der Schweiz haben es in sich. Daher ist es wichtig, den Lohn richtig einzuteilen.


    CHF 1'700.-

    Miete

    Die Wohn- und Versicherungskosten sowie Steuern belegen in der Schweiz die ersten drei Positionen der Fixkosten. Bei Ausländern mit Aufenthaltsbewilligung B wird allerdings die Quellensteuer, die sich nach dem Kanton des Wohnorts und der Höhe des Gehalts richtet, direkt vom Gehalt abgezogen und es sind keine weiteren Steuerrücklagen nötig. Diese Fixkosten-Position ist also erst nach frühestens fünf Jahren relevant, wenn eine allfällige Niederlassungsbewilligung C im Raum steht. Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Fixkosten deswegen deutlich tiefer ausfallen, im Gegenteil: Die monatlichen Fixkosten in der Schweiz haben es in sich. Daher ist es wichtig, den Lohn richtig einzuteilen.

    Tipp:

    • Das Wohnen in der Stadt ist in der Schweiz sehr teuer. Eine gute Alternative ist, in einem Vorort mit guter Verkehrsanbindung zur Stadt zu wohnen. Wer gerne auf dem Land wohnt, kann seine Mietkosten weiter senken.

    CHF 50.-

    Strom/Wärme

    Roland entscheidet sich für den günstigsten Tarif beim Elektrizitätswerk der Stadt Zürich. Die meisten Stromanbieter bieten auch Naturstrom an, der etwas mehr kostet. In der Schweiz ist an jedem Wohnort der Stromanbieter vorgegeben und kann nicht frei gewählt werden.


    CHF 120.-

    Handy/Internet/TV

    Das Internet- und TV-Gesamtpaket von upc für rund 60 Franken pro Monat überzeugt Roland. Sein Handy-Abo holt er sich bei Salt für monatlich 30 Franken. Die Abgabe für Radio und Fernsehen (serafe), die in der Schweiz in jedem Haushalt anfällt, beträgt nochmals 30 Franken.

    Tipp:

    • Der Markt, die Angebote und die Preise verändern sich laufend. Für Neukunden gibt es immer wieder attraktive Angebote. Vergleichen Sie diese sorgfältig und schließen Sie allenfalls einen 2-Jahres-Vertrag ab, um von weiteren Rabatten zu profitieren.

    CHF 440.-

    Krankenversicherung

    Die Krankenversicherung ist Roland zwar wichtig, doch ist er grundsätzlich gesund und geht selten zum Arzt. Die Kosten sollen möglichst tief gehalten werden, ohne dass er auf eine gewisse Grundversorgung verzichten muss. Daher entscheidet er sich für das alternative Versicherungsmodell Telmed und eine Franchise von CHF 1'500.-. Das günstigste Angebot dafür kostet 2027 in der Stadt Zürich 438.30 Franken im Monat.

    Sofern Roland mindestens acht Stunden pro Woche arbeitet, muss er keine Unfallversicherung einschließen. Er ist dann automatisch über seinen Arbeitgeber unfallversichert.

    Hier können Sie Ihren Beitrag berechnen.

    Tipp:

    • Wenn Sie gesund sind und selten zum Arzt gehen, entscheiden Sie sich für ein alternatives Versicherungsmodell und eine hohe Franchise. Im umgekehrten Fall sollten Sie sich für die tiefste Franchise entscheiden und allenfalls eine Zusatzversicherung abschließen. Weitere Informationen und Tipps zur Krankenversicherung finden Sie hier.
    • Die Prämien 2027 steigen im Schnitt um 5,0 Prozent. Wer die Grundversicherung wechseln will, kündigt bis 30. November 2026; die Kündigung muss bis dahin bei der bisherigen Kasse eingetroffen sein.

    CHF 600.-

    Nahrungsmittel/Pflege

    Roland rechnet großzügig für Nahrungsmittel und Pflegeprodukte, da diese in der Schweiz teurer sind als in Deutschland. Fleisch ist ein gutes Beispiel dafür: Im Vergleich zum EU-Schnitt müssen die Schweizer z.B. zwei bis drei Mal so viel für Fleisch bezahlen. Roland verpflegt sich mittags meistens in der Kantine seines Arbeitgebers.


    CHF 20.-

    Privathaftpflicht- und Hausratsversicherung

    Roland hatte in Deutschland keine Privathaftpflicht- und Hausratsversicherung und möchte sich die Kosten gerne sparen. Ein guter Freund aus Zürich erklärt ihm aber, dass in der Schweiz zwar keine Pflicht für Hausratsversicherungen besteht, eine solche aber sinnvoll ist. Schäden am Hausrat können im Ernstfall nämlich den finanziellen Ruin bedeuten. Diese Versicherung sollte unbedingt in die Fixkosten mit einberechnet werden.

    Er entscheidet sich für eine private Haftpflicht- und Hausratsversicherung.

    Tipp:

    • Achten Sie darauf, bei allen Sachversicherungen die Grobfahrlässigkeit einzuschließen. Diese kostet wenige Franken pro Jahr und garantiert die Deckung, auch wenn Sie grobfahrlässig schuld am Schaden sind. Ein Beispiel dafür ist das gekippte Fenster bei Einbrüchen. Achten Sie auch darauf, den tatsächlichen Neuwert Ihres Hausrats zu versichern. Sollten die Experten bei einem Schaden eine Unterdeckung feststellen, kann Ihnen die Versicherungsleistung massiv gekürzt werden.

    CHF 260.-

    Auto

    Roland arbeitet in der Stadt und bewegt sich meistens mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad. Er fährt aber regelmäßig nach Deutschland, um seine Familie zu besuchen. Im Schnitt fährt Roland 1'000 km pro Monat. Er besitzt einen Diesel-Kompaktwagen und gibt monatlich etwa 150 Franken für Benzin aus. Dazu kommen die Versicherungskosten von etwa 70 Franken, für die Verkehrsabgabe nochmals 20 Franken sowie etwa 20 Franken für kleinere Reparaturen.

    Tipp:

    • Achten Sie darauf, auch bei der Autoversicherung die Grobfahrlässigkeit einzuschließen. Diese kostet wenige Franken pro Jahr und garantiert die Deckung, auch wenn Sie grobfahrlässig schuld am Schaden sind. Beispiele dafür sind das Überfahren einer roten Ampel oder das Verursachen eines Unfalls im Winter mit Sommerreifen.

    CHF 85.-

    Bus/Bahn

    Roland ist zwar oft mit dem Fahrrad unterwegs, entscheidet sich aber für einen NetzPass des Zürcher Verkehrsverbund ZVV für rund 85 Franken pro Monat. Damit bewegt er sich beliebig oft innerhalb von 2 Zonen der Stadt Zürich in der 2. Klasse.


    CHF 900.-

    Freizeit/Urlaub

    Roland möchte die vielen Möglichkeiten, die die Stadt Zürich zu bieten hat, nutzen: Restaurants und Bars, Clubs, Theater, Konzerte, Sauna, Fitnesscenter, Casino etc. Zudem fliegt er zwei Mal im Jahr mit Freunden in den Süden.

    Dieser Betrag ist eine grobe Annahme, der je nach Ansprüchen, Häufigkeit und Lebensstil stark variieren kann. Ausgaben für Freizeit und Urlaub sind sehr individuell. Die nachfolgende Tabelle soll ein paar Anhaltspunkte liefern:

    Kinoeintritt CHF 23.-
    Theater-/Konzertkarten CHF 100.-
    Freizeitpark-Eintritt CHF 40.-
    Fitnesscenter-Jahresabonnement CHF 1'000.-
    Sauna-Eintritt CHF 30.-
    Hallenbad-Eintritt CHF 6.-
    Übernachtung im 3-Sterne-Hotel CHF 100.-
    Pizza Margherita CHF 17.-
    Schnitzel mit Pommes CHF 22.-
    Bratwurst CHF 7.-
    Gourmet-Menü, 5 Gänge, ohne Getränke CHF 150.-
    Bananasplit CHF 12.-
    Cappuccino CHF 4,50
    Bier CHF 6.-
    Cocktail CHF 15.-

    CHF 0.-

    Steuerrücklage

    Dieser Punkt gilt nur Schweizer oder Personen, die eine C-Bewilligung besitzen. Aufenthalter mit einer B-Bewilligung werden direkt besteuert (Quellensteuer) und müssen keine Steuerrücklagen bilden.

    Weitere typische Ausgaben

    Mit den Fixkosten sind oft noch nicht alle Kosten gedeckt. Je nach Prioritäten, Lebensstil, Interessen und Lebenssituation fallen regelmässig weitere Kosten an, die das Portemonnaie belasten können. Auch diese Ausgaben sind unbedingt zu berücksichtigen, damit die Haushaltsbudget-Planung in der Schweiz aufgeht.

    Bankkonto

    Roland möchte in der Schweiz ein Bankkonto eröffnen und möglichst keine hohen Gebühren bezahlen. In der Schweiz verrechnen nämlich die meisten Banken monatliche Kontogebühren. Roland wird nach etwas Recherche fündig: Das Paket "neon free" (Partner-Link) von neon kennt keine Kontogebühren. Mit der neon-Mastercard zahlt Roland weltweit gebührenfrei. Die Kontoregistrierung erfolgt in unter zehn Minuten und die Handhabung über die App ist ganz einfach und übersichtlich.

    Private Vorsorge

    Roland weiß um seine Vorsorgelücke und möchte von Anfang an mithilfe der dritten Säule fürs Alter sparen. Dafür sieht er monatlich einen Betrag von 300 Franken vor, den er in eine fondsgebundene Police investiert. Weitere Informationen zum Thema 3. Säule finden Sie hier.

    Tipp:

    • Der Vorsorgemarkt in der Schweiz hat viel zu bieten. Vergleichen Sie die Produkte sorgfältig und lassen Sie sich unbedingt von einem unabhängigen Versicherungsmakler beraten. Er ist in der Lage, Ihnen eine breite Palette an Vorsorgeprodukten von verschiedenen Anbietern anzubieten, zugeschnitten auf Ihre Bedürfnisse und Lebenssituation.

    Zahnarzt

    Im Gegensatz zu Deutschland ist Roland in puncto Zahnarztkosten in der Schweiz in den allermeisten Fällen auf sich gestellt. Nur die wenigsten Krankenversicherungen übernehmen einen (kleinen) Teil der Zahnarztkosten. Einige Krankenversicherungen bieten zwar Zahn-Zusatzversicherungen an, die aber meistens viel kosten und nicht viel bieten. Eine Zahnreinigung kostet in der Schweiz ca. 160 Franken.

    Medien-Abonnements

    Roland legt Wert darauf, kompetent über die Geschehnisse in der Schweiz sowie über das allgemeine Weltgeschehen informiert zu bleiben. Dafür löst er ein Abonnement für den Tages-Anzeiger. Der Tages-Anzeiger ist eine überregionale Schweizer Tageszeitung aus Zürich. Roland entscheidet sich für ein Jahres-Abo, das ihn 209 Franken kostet.

    Zusätzliche Versicherungen

    Die Schweiz ist das Land der Versicherungen. Dafür gibt es gute Gründe. Ein ungedeckter Schaden kann schnell mal ein großes Loch in der Haushaltskasse bedeuten. Als Neuling in der Schweiz erachtet Roland eine Rechtschutzversicherung, die ihn z.B. bei AXA Arag ca. 15 Franken pro Monat kostet, als eine gute Investition.

    Roland verreist gern und oft. Die letzte Reise konnte er aufgrund einer Erkrankung nicht antreten und blieb auf den Kosten sitzen. Das soll ihm nicht nochmals passieren. Er entscheidet sich für eine kombinierte Reiseversicherung, die Annullationskosten deckt und gleichzeitig im Notfall z.B. Rettungs- und Bergungskosten deckt und die frühzeitige Rückreise ermöglicht, und das für ca. 11 Franken pro Monat bei Intertours, der Reiseversicherung der AXA.

    Tipp:

    • Schließen Sie gleich eine Kombi-Rechtschutzversicherung ab. Diese deckt Schäden im privaten Bereich sowie im Strassenverehr ab und kostet bei AXA Arag rund 17 Franken pro Monat.

    Alkohol und Tabak

    Roland ist Nichtraucher und sehr froh darüber. Eine Schachtel Zigaretten kostet in der Schweiz nämlich im Schnitt 8,60 Franken. Zum Vergleich: In Deutschland zahlt man für eine Schachtel 6,80 Franken. Auch Alkohol ist in der Schweiz ein "Luxusgut". Die Alkoholpreise zählen hier zu den teuersten in Europa, in Bezug auf Bier sogar weltweit. Wein und Bier ist in der Schweiz tatsächlich fast doppelt so teuer wie in Deutschland.

    Wasch- und Bügelservice

    Roland arbeitet bei einem Finanzunternehmen. Das Waschen und Bügeln seiner Hemden überlässt er gerne den Profis. Dafür bezahlt er 5 Franken pro Hemd.

    Lebenshaltungskosten für Rentner in der Schweiz

    Die AHV-Rente beträgt ab 2027 mindestens 1'280 und höchstens 2'560 Franken im Monat, bei voller Beitragsdauer. Ehepaare erhalten zusammen höchstens 3'840 Franken. Seit Dezember 2026 kommt einmal im Jahr eine 13. AHV-Rente dazu.

    Was im Alter wegfällt

    • Die Lohnabzüge für AHV, Arbeitslosenversicherung und Pensionskasse, zusammen gut 13 Prozent des Bruttolohns.
    • Der Arbeitsweg: Ein Verbundabo kostet in den Kantonshauptorten im Schnitt 77 Franken im Monat.
    • Berufsauslagen wie auswärtiges Mittagessen und Arbeitskleidung.

    Was bleibt oder dazukommt

    • Die Krankenkasse in voller Höhe, ohne Rabatt für das Alter: 2026 im Schnitt 464.80 Franken je Erwachsenen.
    • Franchise und Selbstbehalt: 10 Prozent der Arztkosten bis 700 Franken im Jahr. Den Zahnarzt zahlt die Grundversicherung in der Regel nicht.
    • Steuern: AHV- und Pensionskassenrenten sind als Einkommen zu versteuern.
    • Hilfe im Haushalt und Pflege, wenn sie nötig werden.

    Ein Beispiel im Schweizer Schnitt für eine alleinstehende Person: 1'217 Franken Miete für 2 Zimmer, 464.80 Franken Krankenkasse, 371 Franken Lebensmittel, 207 Franken Nebenkosten und Energie und 122 Franken für Telefon und Internet ergeben rund 2'380 Franken im Monat, ohne Verkehr, Freizeit und Steuern. Das ist fast doppelt so viel wie die Minimalrente und nur wenig unter der Maximalrente. Ohne Rente aus der Pensionskasse oder Erspartes aus der Säule 3a reicht die AHV allein deshalb kaum. Deckt das Einkommen den Grundbedarf nicht, gibt es Ergänzungsleistungen. Wie die drei Säulen zusammenspielen, erklärt die Übersicht Drei Säulen der Altersvorsorge.

    Häufige Fragen

    Lebenshaltungskosten in der Schweiz: häufige Fragen

    Krankenkassenprämien für 2027 vom Bundesamt für Gesundheit, Nettolöhne für 2026 aus unserem Lohnrechner, Mieten und Haushaltsausgaben vom Bundesamt für Statistik.

    Rund 58 Prozent teurer als in Deutschland: Laut Eurostat lag das Preisniveau für den privaten Konsum 2025 in der Schweiz bei 171 Punkten, in Deutschland bei 108 (EU = 100). Je nach Posten ist der Abstand sehr verschieden; die Miete für 3 Zimmer liegt beim 2,4-Fachen, die Krankenversicherung mit 464.80 Franken je Erwachsenen beim 1,2-Fachen des deutschen Arbeitnehmeranteils bei 4'000 Euro brutto. Die Löhne gleichen vieles aus: Der Medianlohn beträgt 7'024 Franken brutto im Monat, davon bleiben 2026 einer ledigen Person in Zürich rund 5'547 Franken netto.

    Unser Beispiel Roland, ledig in Zürich, kommt 2027 mit 1'700 Franken Miete, 440 Franken Krankenkasse, 600 Franken für Essen und 900 Franken für Freizeit auf 4'175 Franken im Monat. Einpersonenhaushalte unter 65 gaben laut Bundesamt für Statistik im Schnitt 3'350 Franken für den Konsum aus (2020/2021), Krankenkasse und Steuern kommen dazu. Ihre eigenen Beträge tragen Sie oben im Budgetrechner ein.

    Ein durchschnittlicher Haushalt mit 2,07 Personen hatte laut Bundesamt für Statistik 10'341 Franken Bruttoeinkommen im Monat (2023, neueste Erhebung; die nächste folgt im November 2026). Davon gingen 3'154 Franken an Steuern, Sozialversicherungen und Krankenkasse und 5'049 Franken in den Konsum. Grösster Posten ist Wohnen und Energie mit 1'449 Franken, dann Verkehr mit 744 und Nahrungsmittel mit 638 Franken. Gespart wurden 1'736 Franken.

    Im Schweizer Schnitt 1'485 Franken netto im Monat für eine Mietwohnung (Stand 2024), für 2 Zimmer 1'217 und für 3 Zimmer 1'446 Franken, jeweils ohne Nebenkosten. Am teuersten ist der Kanton Zug mit 2'024 Franken, im Kanton Zürich sind es 1'768 Franken. Damit ist die Miete der grösste Einzelposten; dazu kommen 2027 im Schnitt 487.60 Franken Krankenkasse pro erwachsene Person. Prämien 2027 für Ihren Kanton vergleichen.

    Eine 2-Zimmer-Wohnung kostet im Kanton Zürich im Schnitt 1'510 Franken, die mittlere Krankenkassenprämie 2027 beträgt 477.00 Franken. Mit den übrigen Ausgaben wie im Beispiel Roland braucht ein Single rund 4'100 Franken netto. Bei 5'500 Franken brutto bleiben ledig rund 4'463 Franken netto, bei 6'500 Franken rund 5'178 Franken. Wer auch sparen will, sollte 6'000 Franken brutto oder mehr anpeilen.

    Ein Paar mit zwei Kindern zahlt im Kanton Bern für eine 4-Zimmer-Wohnung im Schnitt 1'536 Franken Miete und 2027 rund 1'240 Franken Krankenkasse (mittlere Prämien 494.40 Franken je Erwachsenen, 125.80 Franken je Kind). Mit Essen, Verkehr und Freizeit kommen schnell 5'500 bis 6'500 Franken zusammen. Ein Alleinverdiener behält von 8'000 Franken brutto rund 6'357 Franken netto, von 9'000 Franken 7'044 Franken. Passend ist also ein Bruttolohn um 8'000 bis 9'000 Franken.

    Verdienen beide je 5'500 Franken brutto, bleiben dem Paar 2026 in Basel-Stadt zusammen rund 8'452 Franken netto. Davon gehen für eine 3-Zimmer-Wohnung im Schnitt 1'445 Franken und für die Krankenkasse 2027 zweimal 570.60 Franken ab, zusammen 2'586 Franken. Für Essen, Freizeit und alles Übrige bleiben knapp 5'900 Franken. Schon mit je 5'000 Franken brutto kommt das Paar auf 7'812 Franken netto.

    Fast alle. Am grössten ist der Abstand bei der Miete: Eine 3-Zimmer-Wohnung kostet in der Schweiz im Schnitt 1'446 Franken, in Deutschland rund 639 Euro, umgerechnet das 2,4-Fache. Handy, Internet und Festnetz kosten fast das Dreifache, Lebensmittel das 1,6-Fache und das ÖV-Abo das 1,3-Fache. Günstiger ist der Strom: 2'500 kWh im Jahr kosten in der Schweiz 64 Franken im Monat, in Deutschland 84 Euro.

    Die drei grossen Blöcke sind Wohnen, Krankenkasse und Steuern. Eine 3-Zimmer-Wohnung kostet im Schnitt 1'446 Franken netto, ohne Nebenkosten. Die Krankenkasse zahlt jede erwachsene Person selbst, 2026 im Mittel 464.80 Franken im Monat, ohne Beitrag des Arbeitgebers. Dazu kommen Lebensmittel, die das 1,6-Fache der deutschen Preise kosten, sowie Verkehr und Freizeit. Laut Bundesamt für Statistik gab ein Haushalt 2023 im Schnitt 5'049 Franken im Monat für den Konsum aus.

    In der Schweiz kaufen Sie für 1'000 Franken ungefähr so viel wie für 680 Euro in Deutschland, obwohl 1'000 Franken zum Kurs rund 1'074 Euro sind. Grund ist das höhere Preisniveau, laut Eurostat 171 gegenüber 108 Punkten (2025). Im Alltag heisst das: 1'000 Franken decken nicht einmal die durchschnittliche Miete einer 3-Zimmer-Wohnung von 1'446 Franken. Für die Lebensmittel eines Paares reichen sie knapp anderthalb Monate.

    Im Schweizer Schnitt kommen für eine alleinstehende Person 1'217 Franken Miete für 2 Zimmer, 464.80 Franken Krankenkasse (2026), 371 Franken Lebensmittel, 207 Franken Nebenkosten und Energie und 122 Franken Telefon zusammen, rund 2'380 Franken im Monat ohne Verkehr und Freizeit. Die AHV-Rente beträgt ab 2027 mindestens 1'280 und höchstens 2'560 Franken. Lohnabzüge und Arbeitsweg fallen weg, die Krankenkasse bleibt in voller Höhe.

    Die Schweiz wartet

    Sie wissen nun mit Sicherheit, dass Sie die Lebenshaltungskosten in der Schweiz mit
    Ihrem Lohn gut tragen können? Dann wartet nun das Abenteuer Schweiz auf Sie.

    Führen Sie Buch und behalten Sie insbesondere in den ersten Monaten all Ihre Ausgaben im Blick. Dann kann so gut
    wie nichts schiefgehen und Sie können sich darauf konzentrieren, sich mit der Schweiz vertraut zu machen.

    Jetzt Nettogehalt in der Schweiz berechnen

    powered by PORDEV. Alle Rechte vorbehalten. Made with love in Cologne, Germany.